Aus dem Leben einer Patientin mit CMD
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Aus dem Leben einer Patientin mit CMD

Frage : „Wo liegt der Anfang meiner ganzen Problematik ?“ Ich blicke zurück:

Heute bin ich fast 25 Jahre alt. Vor genau 10 Jahren diagnostizierte der Orthopäde einen harmlosen Beckenschiefstand und verordnete einen einseitigen Schuhausgleich. Hin und wieder störten mich Blockaden im Bereich der Illeosakralgelenke, worüber ich mir aber keine größeren Gedanken machte. Vier Jahre später begünstigten extreme Kälte im Winter so starke Nackenverspannungen und ich war kaum in der Lage, meinen Kopf noch zu drehen. Darauf folgten Gesichtsschmerzen verursacht durch eine Trigeminusneuralgie.
Um meine Schmerzen in den Griff zu bekommen, suchte ich verschiedene Ärzte, Orthopäden und Physiotherapeuten auf. Sport sollte immer das Allheilmittel für alles sein. Aber wie, wenn mir dazu jegliche Kraft fehlte. Meine Hoffnung setzte ich sogar in die Behandlung mit Akupunktur und Homöopathie, welche ich über ein halbes Jahr privat bezahlte. Alle Erfolge waren immer wieder rückläufig und schmerzfrei fühlte ich mich nie. Ab 2014 sollte Osteopathie eine weitere Möglichkeit darstellen, zumal diese auch anteilig von der Krankenkasse übernommen wurde.

Januar 2014 war es endlich so weit, die lange Wartezeit hatte sich gelohnt und meine Behandlung bei Herrn Meier konnte beginnen. Zunächst riet er mir zu einer Versorgung mit Schuheinlagen, um meine Skoliose auszugleichen. Er stellte fest: „Denn schließlich müssen wir im Keller, d.h. an den Füßen beginnen, bevor wir im Dachgeschoss, am Kopf, etwas erreichen können.“ Auch die Einlagenversorgung brauchte eine Eingewöhnungsphase, in welche mein Körper wieder mit Schmerzen reagierte. Einmal im Monat erfolgten die osteopathischen Behandlungen und im Spätsommer ließ ich mich wegen meinem Kiefergelenk bezüglich einer speziellen Vermessung für eine Schiene bei einem Kieferorthopäden beraten. Eine Vermessung soll voraussichtlich im Frühling 2015 durchgeführt werden. Des Weiteren unterstützt mich der Physiotherapeut Markus Imöhl einmal wöchentlich in Form von manueller Therapie. Auch er hat spezielle Erfahrungen im Bereich der Osteopathie und kann mir somit meinen „Atlas wieder richten“, wenn dieser sich wieder mal aus seiner Position heraus verschoben hat.
In allen Phasen meiner CMD muss ich immer wieder begreifen, dass es auch mal wieder Rückschritte gibt. Ich muss mir oft klar machen, dass Beschwerden, welche über Jahre entstanden sind, nicht von heute auf morgen zu therapieren sind. Eines ist jedoch klar, in der Zeit meiner umfassenden Behandlung bei Herrn Ralf Meier und seinen Kollegen, bin ich zuversichtlicher geworden, benötige weniger Schmerzmittel und ganz eindeutig klarer sind mir die Zusammenhänge der CMD geworden. Jetzt habe ich sogar Kraft, um einmal in der Woche Rehasport und ein weiteres Mal muskelaufbauendes Gerätetraining im Fitnessstudio zu machen.

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